Freitag der 13. – Wirklich ein Pechtag oder ein Ausrutscher?

Normalerweise finde ich es gut, wenn andere abergläubisch sind, denn ich kehre die Sprüche gerne um und und mache gute Sprüche aus schlechten. Zum Beispiel:

„Läuft eine Katze von links nach rechts bedeutet es Schlechts!!“ So etwas doooofes. Ist doch Quatsch. Besser heißt es „Katze von links nach rechts bedeutet nichts Schlechts.“ Und schon haben wir die Welt positiv gemacht.

So auch “ Freitag der 13. Ein Pechtag“. Für mich: „Freitag, der 13. Juchhu, ein Glückstag!“ Letzten Freitag war das irgendwie anders! Es war ein Freitag der 13. und ich ging hochmotiviert an diesen Tag heran. Doch irgend etwas war wirklich anders. Nur was?

Schon der morgendliche Kaffee!! Aus Versehen hatte ich das Pulver in den nackten Filterbehälter gekippt. Aber das hinderte mich noch nicht daran, an einen schlechten Tag zu glauben. Doch- Ich mache es kurz. An diesem Tag war nichts mehr gerade. Alles ging schief und alles war schief und alles blieb schief:

Ich verlor 2 Brillen: eine im großen Abfallbehälter, die zweite im Gully.

Ich ließ unsere Wohnungstür offen stehen und ging einkaufen, circa 2 Stunden. Ich kam zurück, hatte aber das Glück, dass die Tür zwar immer noch offen stand, doch nichts passiert war. Mein Telefon ging nicht mehr, das Handy war leer und anschließend wollte es nicht so wie ich wollte, der Computer streikte, im Garten vor dem Haus sprengte man nicht den Rasen, sondern mein offenes Fenster. Der ganze Schreibtisch war klitschnass und als ich beim Schließen noch sagte: „Stellen Sie doch bitte den Wasserschlauch woanders hin, kam eine Stimme aus dem Seitenteil des Gartens mit den Worten: „Wer macht denn schon um diese Zeit die Fenster auf?“ Dann kam unser Nachbar in unsere Wohnung mit den Worten: „Lassen Sie für alle den Schlüssel stecken, damit sie reinkommen?“ und legte den Schlüssel grinsend auf den Tisch. Nur gut, dass ich nicht nackt im Raume stand.

Als ich zu allem Überfluss am Nachmittag nach angebranntem Essen, was nur noch von der Pfanne abgekratzt werden konnte, die Wendeltreppe in den Unterstock auf der Treppe ausrutschte und die letzten acht Stufen auf dem Steißbein runterdonnerte, fast jede Stufe mit höchster Intensität spürte, beschloss ich diesen Tag schnell zu vergessen. Ich gönnte mir schwer humpelnd ein dickes Eis und legte mich für den Rest des Tages auf mein Bett und dachte nach: War Freitag der 13. wirklich ein echter Pechtag und ich hatte es nur noch nie bemerkt? Oder war es nur ein einmaliger Ausrutscher?

Und was ich noch vergessen habe: An diesem Tag hat der süße Hund, auf den ich immer Dienstags, Mittwochs und Freitags aufpasse, Gift gefressen und die Familie in helle Aufregung versetzt. Gott sei Dank konnte er geheilt werden. Aber das wusste ich am Freitag noch nicht, sondern erst am Sonntag. Somit war der Freitag wirklich schwarz und grausig.

Tief deprimiert habe ich mir dann den Kalender geholt und geschaut, wann der nächste Freitag, der 13. kommt. Gott sei Dank nicht mehr in diesem Jahr.

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